Gästebuch mit Passwort schützen und Zugriffe im Protokoll prüfen
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Nicht jedes Gästebuch ist für die ganze Welt gedacht. Manchmal sollen nur eingeladene Gäste lesen und schreiben, etwa nach einer Hochzeit, einem Jubiläum oder einer geschlossenen Feier. Dafür gibt es den Passwortschutz. Ist er aktiv, steht vor Ihrem Gästebuch eine Tür: Wer das richtige Passwort kennt, kommt hinein. Wer falsch rät, bleibt draußen, und jeder Versuch wird im Passwort-Protokoll notiert.
Diese Anleitung zeigt, wie Sie den Schutz einschalten, wie er für Ihre Besucher aussieht und wie Sie das Protokoll lesen. Als Beispiel dient das Café Sonnenschein, das im Herbst private Feiern ausrichtet und sein Gästebuch dafür vorübergehend nur für die geladenen Gäste öffnet.
Den Passwortschutz einschalten
Den Schutz schalten Sie in den Einstellungen Ihres Gästebuchs ein: Klicken Sie im Kundenbereich auf „Gästebuch“ und dann auf „Einstellungen“. Die Seite ist lang. Scrollen Sie nach unten bis zum Abschnitt „Gästebuch-Passwortschutz“, direkt unter den Einstellungen für das CAPTCHA und den Wortfilter. Die übrigen Einstellungen erklärt die Anleitung Gästebuch-Einstellungen.
Die Felder im Überblick
| Feld | Bedeutung | Empfehlung |
|---|---|---|
| Passwortschutz aktivieren | „Aktiviert“ schließt das Gästebuch, „Deaktiviert“ öffnet es für alle | Nur so lange aktivieren, wie Sie den Schutz brauchen |
| Passwort für Besucher | Das Passwort, das Sie an Ihre Gäste weitergeben; mindestens 4 Zeichen | Lieber zehn Zeichen und mehr, nie Ihr Kundenbereichs-Passwort |
| Passwort wiederholen | Muss genau mit dem Passwort übereinstimmen | Langsam tippen, Sie sehen nur Punkte |
| Passwort-Hinweis (optional) | Erscheint für jeden sichtbar über dem Passwortfeld | Eine Gedächtnisstütze, nie das Passwort selbst |
| Max. Fehlversuche | Erlaubte falsche Eingaben je IP-Adresse, 1 bis 99 | Voreinstellung 5 |
| Sperrzeit (Sekunden) | Wie lange eine Adresse danach warten muss, 60 bis 3.600 | Voreinstellung 300 (5 Minuten) |
| Hintergrund-, Text-, Button- und Rahmenfarbe | Gestaltung der Passwortseite | Farben Ihrer Website übernehmen |
Schritt für Schritt
- Stellen Sie „Passwortschutz aktivieren“ auf „Aktiviert“.
- Tragen Sie das Passwort für Besucher ein, zum Beispiel „Bienenstich24“, und wiederholen Sie es im zweiten Feld.
- Schreiben Sie bei Bedarf einen Hinweis, etwa „Wo haben wir gefeiert?“.
- Prüfen Sie Fehlversuche und Sperrzeit; die Voreinstellungen passen für die meisten Gästebücher.
- Passen Sie die vier Farben an Ihre Website an, damit die Passwortseite nicht wie eine fremde Sperre wirkt.
- Klicken Sie ganz unten auf „Einstellungen speichern“.
Stimmen Passwort und Wiederholung nicht überein, ist das Passwort kürzer als vier Zeichen oder aktivieren Sie den Schutz ohne Passwort, speichert das Formular nichts und nennt den Fehler. Ist bereits ein Passwort gespeichert, steht unter dem Feld „Leer lassen, um das bisherige Passwort zu behalten.“ Sie müssen es also nur eingeben, wenn Sie es ändern wollen.
Gespeicherte Einstellungen gelten sofort. Zeigt Ihr Browser trotzdem noch einen alten Stand, hilft der Link im Hinweis oben auf der Einstellungsseite: Er lädt Ihr Gästebuch frisch.
So arbeitet die Sperre nach Fehlversuchen
Der Brute-Force-Schutz richtet sich gegen Programme, die in schneller Folge Passwörter durchprobieren. Er zählt die Fehlversuche einer IP-Adresse innerhalb der Sperrzeit. Sind es so viele wie unter „Max. Fehlversuche“ eingestellt, kommt diese Adresse nicht mehr weiter, bis die Versuche älter als die Sperrzeit sind. Der Besucher sieht dann „Zu viele Fehlversuche. Ihr Zugriff wurde vorübergehend gesperrt.“ Alle anderen Gäste sind davon nicht betroffen.
So sehen es Ihre Besucher
Prüfen Sie den Schutz gleich selbst und rufen Sie Ihr Gästebuch auf. Statt der Einträge erscheint die Passwortseite, in Ihren Farben und mit dem Titel Ihres Gästebuchs. Über dem Eingabefeld steht Ihr Hinweis.
- Falsches Passwort: Die Seite meldet den Fehler, der Gast kann es sofort erneut versuchen. Der Fehlversuch steht bereits im Protokoll.
- Richtiges Passwort: Das Gästebuch öffnet sich wie gewohnt.
Ihre Gäste müssen das Passwort nicht bei jedem Klick erneut eingeben. Nach der richtigen Eingabe merkt sich der Browser die Freigabe für 24 Stunden. Der Schutz gilt für das ganze Gästebuch, fürs Lesen und fürs Schreiben neuer Einträge.
Das Passwort-Protokoll lesen
Das Protokoll finden Sie im Kundenbereich unter „Sicherheit“ → „Passwort-Log“, neben der IP-Sperre und dem Wortfilter. Es zeigt alle Zugriffsversuche auf Ihr geschütztes Gästebuch, die neuesten oben. Geschrieben wird es nur, solange der Passwortschutz eingeschaltet ist; ohne Schutz gibt es keine Passwortabfrage und damit nichts zu protokollieren.
Statistik und Filter
Der blaue Kasten „Statistik“ fasst zusammen, wie viele Versuche es gab („Gesamt“), wie viele „Erfolgreich“ und wie viele „Fehlgeschlagen“ waren. Ein paar Fehlversuche sind normal, Gäste vertippen sich. Aufmerksam werden sollten Sie, wenn die Zahl plötzlich stark steigt.
Mit den drei Schaltflächen darunter filtern Sie die Liste: „Nur Fehlgeschlagene“ zeigt die für die Sicherheit interessanten Versuche, „Nur Erfolgreiche“ zeigt, wie viele Gäste Ihr Gästebuch tatsächlich geöffnet haben, und „Alle Einträge“ eignet sich, um den zeitlichen Ablauf nachzuvollziehen. Bei vielen Einträgen verteilt sich die Liste auf Seiten mit je 50 Zeilen.
Die vier Spalten
- Zeitstempel: Datum und Uhrzeit auf die Sekunde. So sehen Sie, ob Versuche über Tage verteilt sind oder dicht hintereinander kommen.
- IP-Adresse: der Anschluss, von dem der Versuch kam. Zu Hause und im Mobilfunk wechselt sie oft; eine Adresse ist also eher eine Spur als ein Name.
- Status: „Erfolgreich“ in Grün, „Fehlgeschlagen“ in Rot.
- User Agent: die Kennung von Browser und Gerät, etwa Safari auf einem iPhone oder Firefox unter Windows. Den vollständigen Text sehen Sie, wenn Sie den Mauszeiger darüber halten. Steht dort statt eines Browsers ein Programmname wie „python-requests“ oder „curl“, war mit großer Sicherheit ein Skript am Werk.
Drei Muster erkennen
Entscheidend ist nicht der einzelne Eintrag, sondern das Muster:
- Tippfehler: ein roter Versuch, kurz darauf ein grüner von derselben Adresse. Nichts zu tun.
- Viele Gäste: grüne Einträge von vielen verschiedenen Adressen über mehrere Tage. So soll es aussehen.
- Rateversuch: viele rote Einträge derselben Adresse innerhalb weniger Sekunden, oft nachts und mit einer Programmkennung. So schnell tippt kein Mensch.
Eine Adresse aus dem Protokoll sperren
Neben jeder Adresse steht die rote Schaltfläche „IP-Adresse sperren“. Ein Klick öffnet eine Rückfrage, die die Adresse noch einmal nennt. Mit „Abbrechen“ schließen Sie sie ohne Änderung, mit „IP-Adresse sperren“ bestätigen Sie. Die Seite meldet dann „IP-Adresse wurde erfolgreich gesperrt.“ oder, wenn die Adresse schon in Ihrer Liste steht, „Diese IP-Adresse ist bereits gesperrt.“ Filter und Seite bleiben dabei erhalten.
Wichtig ist, was diese Sperre bewirkt: Eine gesperrte Adresse kann in Ihrem Gästebuch keine Einträge mehr schreiben. Gegen weiteres Raten des Passworts hilft dagegen die automatische Sperre nach Fehlversuchen. Alle gesperrten Adressen verwalten Sie unter „Sicherheit“; wie Sie dort Sperren aufheben, zeigt die Anleitung IP-Adressen sperren. Sperren Sie mit Bedacht: Viele Anschlüsse bekommen regelmäßig eine neue Adresse, und dieselbe Adresse kann später einem Ihrer Gäste gehören.
Alte Protokolleinträge löschen
Ganz unten löschen Sie mit „Logs älter als 30 Tage löschen“ alle älteren Einträge. Auch hier fragt die Seite vorher nach, und gelöschte Einträge lassen sich nicht wiederherstellen. Neuere Einträge bleiben stehen, damit Sie aktuelle Vorfälle weiter prüfen können. Das Protokoll enthält IP-Adressen und damit personenbezogene Daten. Was Sie nicht mehr brauchen, sollten Sie nicht unbegrenzt aufheben.
Drei Tipps aus der Praxis
Das Passwort klug verteilen
Schreiben Sie das Passwort auf die Einladung, in die Gruppennachricht oder auf eine Karte am Tisch. Veröffentlichen Sie es nie auf Ihrer Website, sonst ist der Schutz wirkungslos. Nutzen Sie den Hinweis für eine Frage, die nur Ihre Gäste beantworten können, etwa nach dem Ort der Feier.
Nach der Feier wechseln
Ein Passwort, das viele kennen, verbreitet sich mit der Zeit. Ändern Sie es nach jedem Anlass oder schalten Sie den Schutz wieder aus, wenn das Gästebuch öffentlich werden soll. Für ein neues Passwort tragen Sie es in beide Felder ein und speichern. Wer noch eine Freigabe im Browser hat, liest bis zu deren Ablauf weiter.
Das Protokoll im Blick behalten
Schauen Sie während einer Aktion ruhig einmal am Tag ins Protokoll. Steigen die Fehlversuche, verlängern Sie die Sperrzeit und senken die erlaubten Fehlversuche. Ein Rateprogramm, das an Ihrer Sperre hängen bleibt, ist kein Grund zur Sorge, es zeigt nur, dass der Schutz arbeitet. Ein längeres, ungewöhnliches Passwort macht das Raten aussichtslos.
Häufige Fragen
Wie schütze ich mein Gästebuch mit einem Passwort?
Unter „Gästebuch“ → „Einstellungen“ im Abschnitt „Gästebuch-Passwortschutz“: Schutz auf „Aktiviert“ stellen, Passwort mit mindestens vier Zeichen zweimal eintragen und „Einstellungen speichern“ klicken.
Müssen meine Gäste das Passwort bei jedem Besuch eingeben?
Nein. Nach der richtigen Eingabe merkt sich der Browser die Freigabe 24 Stunden lang. Danach oder in einem anderen Browser fragt das Gästebuch erneut.
Schützt das Passwort auch das Schreiben von Einträgen?
Ja. Ohne Passwort kann niemand Einträge lesen oder neue schreiben.
Warum ist das Passwort-Protokoll leer?
Das Protokoll wird nur geführt, solange der Passwortschutz eingeschaltet ist. Ist er aus oder hat noch niemand das Gästebuch aufgerufen, gibt es keine Einträge.
Ein Gast sagt, er sei gesperrt. Was nun?
Nach zu vielen falschen Eingaben muss seine IP-Adresse die eingestellte Sperrzeit abwarten, standardmäßig fünf Minuten. Danach kann er es erneut versuchen. Haben Sie seine Adresse dagegen unter „Sicherheit“ gesperrt, kann er keine Einträge schreiben, bis Sie die Sperre aufheben.
Wie ändere ich das Besucherpasswort, ohne den Schutz auszuschalten?
Tragen Sie in den Einstellungen das neue Passwort in beide Felder ein und speichern Sie. Lassen Sie die Felder leer, bleibt das bisherige Passwort erhalten.
Woran erkenne ich einen Rateversuch im Protokoll?
An vielen fehlgeschlagenen Versuchen derselben IP-Adresse innerhalb weniger Sekunden, oft zu ungewöhnlicher Uhrzeit und mit einer Programmkennung wie „python-requests“ oder „curl“ in der Spalte „User Agent“.
Transkript
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Einführung (00:00)
Nicht jedes Gästebuch ist für die ganze Welt gedacht. Manchmal sollen nur eingeladene Gäste lesen und schreiben, etwa nach einer Hochzeit oder einer geschlossenen Feier.
In diesem Video schalten Sie den Passwortschutz ein, sehen, wie er für Ihre Besucher aussieht, und lernen das Passwort-Protokoll zu lesen, das jeden Zugriffsversuch festhält.
Ist der Schutz aktiv, steht vor Ihrem Gästebuch eine Tür. Wer das richtige Passwort kennt, kommt hinein. Wer falsch rät, bleibt draußen, und jeder Versuch wird notiert.
Als Beispiel nehmen wir das Gästebuch von Café Sonnenschein. Das Café richtet im Herbst private Feiern aus, und dafür soll das Gästebuch vorübergehend nur für die geladenen Gäste offen sein.
Den Passwortschutz einschalten (00:47)
Den Schutz schalten Sie in den Einstellungen Ihres Gästebuchs ein. Öffnen Sie dazu oben in der Navigation den Bereich Gästebuch.
Im aufgeklappten Menü wählen Sie den Punkt Einstellungen. Dort liegen alle Schalter, die das Aussehen und das Verhalten Ihres Gästebuchs bestimmen.
Die Seite ist lang. Scrollen Sie nach unten bis zum Abschnitt Gästebuch-Passwortschutz. Er steht direkt unter den Einstellungen für das CAPTCHA und den Wortfilter.
Der erste Schalter entscheidet über alles. Steht er auf Deaktiviert, ist Ihr Gästebuch für jeden offen. Wir stellen ihn auf Aktiviert.
Darunter tragen Sie das Passwort ein, das Sie an Ihre Gäste weitergeben. Es muss mindestens vier Zeichen lang sein. Wir verwenden Bienenstich vierundzwanzig.
Dieses Passwort teilen Sie mit vielen Menschen. Nehmen Sie deshalb niemals das Passwort Ihres Kundenbereichs und auch kein Passwort, das Sie anderswo verwenden.
Im zweiten Feld geben Sie das Passwort noch einmal ein. Stimmen beide Felder nicht überein, speichert das Formular nichts und meldet den Fehler.
Der Hinweis ist freiwillig. Er steht später für jeden sichtbar über dem Passwortfeld. Schreiben Sie also eine Gedächtnisstütze, die nur Ihre Gäste verstehen, nie das Passwort selbst.
Jetzt folgt der Brute-Force-Schutz. So heißt der Schutz gegen Programme, die in schneller Folge Passwörter durchprobieren, bis eines passt.
Hier legen Sie fest, wie viele falsche Eingaben eine IP-Adresse machen darf, bevor sie gesperrt wird. Voreingestellt sind fünf. Das reicht für Tippfehler und bremst jedes Rateprogramm aus.
Die Sperrzeit steht in Sekunden. Dreihundert Sekunden sind fünf Minuten, möglich sind eine Minute bis eine Stunde. Je länger die Sperre, desto mühsamer wird das Raten.
So zählt der Schutz: Er schaut nur auf die Fehlversuche einer IP-Adresse innerhalb der Sperrzeit. Sind es zu viele, ist für diese Adresse Schluss, bis die Versuche alt genug sind.
Mit den vier Farbfeldern passen Sie die Passwortseite an Ihr Gästebuch an: Hintergrund, Text, die Schaltfläche und den Rahmen um das Eingabefeld.
Ein Klick auf ein Farbfeld öffnet die Farbauswahl. Nehmen Sie am besten die Farben Ihrer Website, dann wirkt die Passwortseite wie ein Teil davon und nicht wie eine fremde Sperre.
Jetzt speichern Sie ganz unten mit Einstellungen speichern. Damit ist der Schutz eingerichtet. Wann er für Besucher greift, sehen wir gleich.
Gespeicherte Einstellungen gelten sofort, auch der Passwortschutz. Zeigt Ihr Browser trotzdem noch einen alten Stand, hilft der Link im Hinweis oben auf dieser Seite. Er lädt Ihr Gästebuch frisch.
So sehen es Ihre Besucher (03:29)
Prüfen Sie den Schutz gleich selbst. Wir rufen das Gästebuch von Café Sonnenschein mit derselben Adresse auf wie der Link aus dem Hinweis.
Statt der Einträge erscheint jetzt die Passwortseite, in den Farben aus Ihren Einstellungen und mit dem Titel Ihres Gästebuchs. Von Ihren Einträgen ist nichts zu sehen.
Über dem Eingabefeld steht der Hinweis, den Sie eben eingetragen haben. Ihre Gäste wissen damit, wo sie nachschauen müssen. Ein Fremder kann damit nichts anfangen.
Probieren wir zuerst ein falsches Passwort aus, so wie es einem Gast mit einem Tippfehler passiert. Wir geben Apfelstrudel ein und senden ab.
Die Seite meldet: falsches Passwort. Der Gast kann es sofort noch einmal versuchen. Im Hintergrund hat das Gästebuch diesen Fehlversuch bereits ins Protokoll geschrieben.
Jetzt das richtige Passwort: Bienenstich vierundzwanzig. Ein Klick auf Absenden, und das Gästebuch öffnet sich wie gewohnt.
Ihre Gäste müssen das Passwort nicht bei jedem Klick erneut eingeben. Nach der richtigen Eingabe merkt sich der Browser die Freigabe für vierundzwanzig Stunden.
Der Schutz gilt für das ganze Gästebuch: fürs Lesen der Einträge und fürs Schreiben neuer Einträge. Wer das Passwort nicht kennt, kommt an keines von beiden heran.
Das Passwort-Protokoll (04:45)
Jetzt sehen wir uns an, was das Gästebuch über diese Versuche aufgeschrieben hat. Wir gehen zurück in den Kundenbereich.
Das Protokoll liegt im Bereich Sicherheit. Dort finden Sie auch die IP-Sperren und den Wortfilter. Wir klappen das Menü auf.
Ein Klick auf Passwort-Log öffnet das Protokoll. Es zeigt alle Zugriffsversuche auf Ihr geschütztes Gästebuch, die neuesten stehen oben.
Zu jedem Versuch speichert das Gästebuch den Zeitpunkt, die IP-Adresse, ob das Passwort stimmte, und welchen Browser der Besucher benutzt hat.
Wichtig: Geschrieben wird das Protokoll nur, solange der Passwortschutz eingeschaltet ist. Ohne Schutz gibt es keine Passwortabfrage und damit auch nichts zu protokollieren.
Der blaue Kasten fasst das Protokoll zusammen: wie viele Versuche es insgesamt gab, wie viele erfolgreich waren und wie viele gescheitert sind.
Ein paar Fehlversuche sind völlig normal, Gäste vertippen sich. Aufmerksam werden sollten Sie, wenn die Zahl der Fehlversuche plötzlich stark ansteigt.
Mit den drei Schaltflächen darunter filtern Sie die Liste. Wir zeigen zuerst nur die fehlgeschlagenen Versuche, denn die sind für die Sicherheit interessant.
Jetzt sehen Sie ausschließlich falsche Eingaben. Ganz oben steht unser eigener Test mit Apfelstrudel. Darunter liegen ältere Versuche aus den letzten Wochen.
Der zweite Filter zeigt nur die erfolgreichen Anmeldungen. Daran erkennen Sie, wie viele Gäste Ihr Gästebuch tatsächlich geöffnet haben.
Mit Alle Einträge kehren Sie zur vollständigen Liste zurück. Diese Ansicht eignet sich am besten, um den zeitlichen Ablauf nachzuvollziehen.
Gehen wir die Spalten durch. Der Zeitstempel nennt Datum und Uhrzeit auf die Sekunde genau. So sehen Sie, ob Versuche über Tage verteilt sind oder dicht hintereinander kommen.
Die IP-Adresse ist die Internetadresse, von der aus der Versuch kam. Zu Hause und im Mobilfunk wechselt sie oft. Eine Adresse ist also kein Name, sondern eher eine Spur.
Der Status zeigt in Grün Erfolgreich und in Rot Fehlgeschlagen. Unsere beiden Tests stehen ganz oben: erst der rote Fehlversuch, dann die grüne Anmeldung.
Der User Agent beschreibt den Browser und das Gerät, etwa ein iPhone mit Safari oder Firefox unter Windows. Halten Sie den Mauszeiger darüber, sehen Sie den vollständigen Text.
Steht dort kein Browser, sondern der Name eines Programms, etwa python oder curl, war mit großer Sicherheit kein Mensch am Werk, sondern ein Skript.
Entscheidend ist nicht der einzelne Eintrag, sondern das Muster. Drei Bilder helfen beim Lesen des Protokolls.
Ein roter Versuch, kurz darauf ein grüner von derselben Adresse: Da hat sich jemand vertippt und es dann geschafft. Hier müssen Sie nichts unternehmen.
Grüne Einträge von vielen Adressen sind Ihre Gäste. Viele rote Einträge derselben Adresse in kurzer Zeit dagegen sind ein Rateversuch. Den sehen wir uns jetzt in der echten Liste an.
Hier ist er: fünf Fehlversuche derselben Adresse innerhalb von acht Sekunden, mitten in der Nacht, dazu die Kennung eines Programms. So schnell tippt kein Mensch.
Neben jeder Adresse steht die rote Schaltfläche IP-Adresse sperren. Wir klicken sie in der Zeile des Rateversuchs an.
Bevor etwas passiert, fragt das Gästebuch nach und nennt die Adresse noch einmal. Mit Abbrechen schließen Sie das Fenster, ohne etwas zu verändern.
Wir bestätigen mit IP-Adresse sperren. Die Seite meldet: Diese Adresse ist bereits gesperrt. Café Sonnenschein hat sie schon im September gesperrt, und doppelt gespeichert wird nichts.
Bei einer neuen Adresse meldet die Seite stattdessen, dass die Sperre gespeichert wurde. Alle gesperrten Adressen finden Sie unter Sicherheit, IP-Sperren. Dort heben Sie eine Sperre auch wieder auf.
Eine gesperrte Adresse kann in Ihrem Gästebuch keine Einträge mehr schreiben. Gegen weiteres Raten des Passworts hilft die automatische Sperre nach den Fehlversuchen, die Sie vorhin eingestellt haben.
Sperren Sie mit Bedacht. Viele Anschlüsse bekommen regelmäßig eine neue Adresse, und dieselbe Adresse kann später einem Ihrer Gäste gehören.
Bei vielen Einträgen verteilt sich das Protokoll auf mehrere Seiten mit je fünfzig Zeilen. Unten erscheinen dann Zurück, Weiter und die Seitenzahlen.
Ganz unten können Sie alle Einträge löschen, die älter als dreißig Tage sind. Neuere Einträge bleiben stehen, damit Sie aktuelle Vorfälle weiter prüfen können.
Auch hier fragt das Gästebuch vorher nach. Wir brechen an dieser Stelle ab. Gelöschte Protokolleinträge lassen sich nicht wiederherstellen.
Das Protokoll enthält IP-Adressen und damit personenbezogene Daten. Was Sie nicht mehr brauchen, sollten Sie deshalb nicht unbegrenzt aufheben.
Drei Profi-Tipps (09:42)
Zum Schluss drei Tipps aus der Praxis: wie Sie das Passwort verteilen, wann Sie es wechseln und wie Sie das Protokoll im Blick behalten.
Schreiben Sie das Passwort auf die Einladung, in die Gruppennachricht oder auf eine Karte am Tisch. Veröffentlichen Sie es nie auf Ihrer Website, sonst ist der Schutz wirkungslos.
Nutzen Sie den Hinweis für eine Frage, die nur Ihre Gäste beantworten können, zum Beispiel nach dem Ort der Feier. Fremde scheitern daran, Ihre Gäste nicht.
Ein Passwort, das viele kennen, verbreitet sich mit der Zeit. Ändern Sie es nach jedem Anlass oder schalten Sie den Schutz wieder aus, wenn das Gästebuch öffentlich werden soll.
Für ein neues Passwort tragen Sie es in beide Felder ein und speichern. Lassen Sie die Felder leer, bleibt das bisherige. Wer noch eine alte Freigabe hat, liest bis zu deren Ablauf weiter.
Schauen Sie während einer Aktion ruhig einmal am Tag ins Protokoll. Steigen die Fehlversuche, verlängern Sie die Sperrzeit und senken die erlaubten Fehlversuche.
Ein Rateprogramm, das an Ihrer Sperre hängen bleibt, ist kein Grund zur Sorge. Es zeigt nur, dass der Schutz arbeitet. Ein längeres, ungewöhnliches Passwort macht das Raten aussichtslos.
Abschluss (10:54)
Sie wissen jetzt, wie Sie Ihr Gästebuch mit einem Passwort schützen und das Protokoll lesen. Im nächsten Teil geht es um den Wortfilter, der unerwünschte Begriffe aus Ihrem Gästebuch fernhält.




