ORPHILUS Recordings - Gästebuch/Guestbook


Gästebuch - ORPHILUS Recordings - Seite: 16



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netwatch schrieb am 14.08.26 um 06:37
Ein Gruß an euch, die ihr mich lest, ihr sollt mich hören. An diesem Tag bin ich seit 70 Jahren tot, und wie es der Brauch ist mit den Unbequemen, hat man mich in Marmor gesetzt, damit ich schweige. Aber ich habe schon zu Lebzeiten das Schweigen für die schlechteste aller Künste gehalten. Darum rede ich heute noch einmal. Es wird eine kurze Rede, denn die Toten haben wenig Zeit. Ich sehe ein Land, das satt ist und dennoch grollt. Man hat es gelehrt zu misstrauen, und nun misstraut es den Falschen. Nicht denen, die es betrügen, sondern denen, die es warnen. Die Regierungssitze und die Parlamente, die Ämter und Rathäuser taugen dem Volk nicht mehr, und ich frage: Wem nützt es, wenn ihr sie zerschlagt? Wo das Vertrauen fällt, steht nicht die Freiheit auf. Es stehen Männer auf, die laut sind. Ich kenne die Scharfmacher. Ich habe sie gesehen, als sie das erste Mal kamen, in braunen Röcken, mit einfachen Sätzen für unbequeme Menschen. Man hat sie ausgelacht, dann gewählt, dann angebetet. Am Ende war alles kaputt. Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch, habe ich einst geschrieben. Es war eine Warnung, und Warnungen verfallen nicht. 81 Jahre nach dem Ende der Hitlerei laufen jetzt wieder viele hinter denen her, die das Einfache versprechen und das Grausame meinen. Sie tun es unbekümmert, wie man an einem Sommertag ins Wasser geht, ohne zu wissen, wie tief es ist. Der Fisch, sagt man, schwimmt nicht zweimal ins selbe Netz. Der Mensch jedoch schwimmt gern hinein, wenn man das Netz mit blauen Fahnen schmückt und Musik dazu spielt. Ich sehe es und sorge mich.

Denn während ihr darüber streitet, wer den Staat am stärksten hasst, steht im Osten einer und führt Krieg. Ich nenne ihn nicht Feldherr, denn Feldherren führen Heere; er jedoch führt eine Armee von Metzgern, die die Ukraine zerfleischen. Er hat Europa in die tiefste Krise seit 1945 gestürzt und schlägt nun auch nach euch: Drohnen über den Flughäfen, Brandstiftung an den Lagerhallen, Mordkomplotte gegen Firmenlenker, Sabotage an dem, was euch lieb und teuer ist. Schon Hunderte von Fällen wurden gezählt. Und dennoch glauben viele von euch immer noch, man könne diesem Mann mit Kompromissen beikommen. Kann man nicht. Das Böse muss in die Knie gezwungen werden, sonst tritt es euch die Beine weg, das lasst euch von einem sagen, der mehr Böses gesehen hat als ihr alle zusammen. Merkt euch das: Der Krieg ist nicht weit weg. Er ist schon in eurem Keller und stellt die Uhr. Er hat eilfertige Helfer. Sie stellen euch unsichtbare Fallen, die ihr Filterblasen nennt. Sie schüren die Wut und scheffeln Abermilliarden Dollar: Bunt verpackte Gerüchte, portioniert, geliefert bis ans Bett. Die Direktoren von Facebook, TikTok, YouTube und dem Ding, das sich X nennt, verdienen nicht am Frieden, sondern am Zank. Der Hass klickt besser als die Vernunft, und was besser klickt, wird verstärkt. So haben sie aus euren schlechtesten Eigenschaften ein Geschäft gebaut und nennen es "Gemeinschaft".
Ich sage euch die alte Wahrheit neu. Erst kommt das Fressen, dann die Moral, habe ich geschrieben. Doch diese Herren und ihre Handlanger haben begriffen, dass man am meisten frisst, wenn man die Moral zuerst verkauft. Sie füttern euch mit Zorn, bis ihr kotzt, und schicken die Rechnung an die Demokratie.Sorgen habe ich, aber Hoffnung auch. Es gibt in jedem Land die Anständigen. Sie sind nicht die Lautesten, oft sind sie die Müden. Aber sie sind viele, mehr als die Scharfmacher glauben, und ihre Stunde schlägt jetzt. Nicht morgen, wenn das Netz der Fischfänger in Halle, Magdeburg, Schwerin und Rostock zugezogen ist. Nicht übermorgen, wenn der Nachbar mit dem Zündholz schon im Wohnzimmer steht. Anständige aller Orte sollen sich vereinigen.

Der Anständige ist der, der nicht wegsieht. Der die Lüge standhaft Lüge nennt, auch wenn sie tausendfach geteilt wird. Der dem verrufenen Staatsamt lieber hilft, als es niederzubrüllen. Der weiß, dass Freiheit keine Sommerfrische ist, sondern ein Werk, an dem man täglich baut, weil täglich viele daran sägen.

Also zeigt doch, dass ihr anständig seid! Das wäre in meinem Sinne. Und im Sinne derer vor mir, die auch für dieses Land geschrieben und gelitten haben – der Lessing, der Heine, der Tucholsky, die alle wussten, dass ein Volk seinen Verstand verlieren kann wie einen Handschuh. Das ist es, was ich euch an meinem 70. Todestag durch die Feder eines kleinen Journalisten sagen kann. Steht auf. Ich kann es nicht mehr. (F.H. / t-online)

Madame L.Amour713 schrieb am 14.08.26 um 06:18
Bonjour

Meisterschmuser schrieb am 14.08.26 um 06:04
Guten morgen :-)

Frühmesse schrieb am 14.08.26 um 04:43
guten morgen

E.A. schrieb am 13.08.26 um 22:33
Mi Piace

netwatch schrieb am 13.08.26 um 21:12
Am 13. August 1961 begann die DDR-Führung, die Berliner Mauer zu errichten. Bundestagspräsidentin Klöckner mahnt eine Erinnerungskultur an, Kulturstaatsminister Weimer warnt vor einer Verharmlosung der DDR-Diktatur. Mit Gedenkveranstaltungen, Ausstellungen und einer Kunstinstallation am Brandenburger Tor wird in Berlin an den Mauerbau erinnert, der heute vor 65 Jahren begann. Zur zentralen Veranstaltung an der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße wird auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner erwartet. "Gerade für junge Menschen, für die die DDR immer weiter in die Geschichte rückt, müssen wir diese Erinnerung wachhalten", sagte die CDU-Politikerin bereits gestern. Die "Freiheitsideen", die 1989 zum Fall der Berliner Mauer führten, seien "in Gefahr - nicht durch Stacheldraht, sondern durch Gleichgültigkeit und Desinteresse." Die Entscheidung für Freiheit und Demokratie müsse jede Generation neu treffen. Klöckner rief dazu auf, die besonderen Erfahrungen der Ostdeutschen mit der deutschen Teilung und der darauf folgenden Vereinigung zu respektieren. "Für Ostdeutsche änderte sich mit der Einheit alles", erklärte sie. "Manche Erfahrungen wirken bis heute nach. Wer sie verstehen will, muss bereit sein, zuzuhören." (Tagesschau.de)

Meinungsgeber467 schrieb am 13.08.26 um 19:49
Der Fall der Berliner Mauer war nicht der Hauptgrund für den Ukrainekrieg. Zeitweise dachte ich auch so, aber der Streit ist vielmehr erst nach dem Zerfall der UDSSR entfacht. Mitteleuropa hatte da nur wenig mit zu tun vergleichsweise.

Europastabilität schrieb am 13.08.26 um 19:33
Unter Globalisierung verstehe ich nicht erobern sondern die Erhaltung der diplomatischen Fähigkeit, die Pflege der guten Beziehungen und die Reisefreiheit! Solange der Westen nicht zugibt mit welchen Mitteln der Westen die Russen ärgert und Russland gegen den Westen feuert, steht unter keinem guten Stern oder ist der Krieg besser als eine territoriale Trennung der kontinentalen Parzellen durch eine Mauer weil anders kein Frieden möglich sei? Dies wurde doch einst der Grundgedanke der Ex-DDR unter der Besatzung Russlands. Das hatte alles etwas mit Berechtigung zu tun und den Folgen aus dem Zerfall und Ende des dritten Reiches woran Deutschland die Schuld zugeschrieben ist. Auch der Frieden innerhalb Europas steht auf der Kippe, dann wenn ein europäisches Land auf völkische Identität und Nationalbewusstsein pocht im Fall des Respektes gegnüber anderen Staaten, Länder, Nationen innerhalb und um Europas.

Some Words schrieb am 13.08.26 um 19:08
Es ist schwer die richtigen Worte zu finden zu 65 Jahre Gedenken der Berliner Mauer, während im hinteren Osten der dritte Weltkrieg tobt.

technotized157263519 schrieb am 13.08.26 um 11:32
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Wat mudd mudd schrieb am 13.08.26 um 08:28
utz utzutz

Ethik und Moral schrieb am 13.08.26 um 08:25
Eines verliert niemals,- den glauben an eine bessere Welt.

HATE schrieb am 13.08.26 um 08:23
kannste hier ma kannste da ma kannste hier ma kannste da ma kannste hier ma kannste da ma kannste hier ma kannste da ma kannste hier ma kannste da ma kannste hier ma kannste da ma kannste hier ma kannste da ma kannste hier ma kannste da ma kannste hier ma kannste da ma kannste hier ma kannste da ma kannste hier ma kannste da ma kannste hier ma kannste da ma kannste hier ma kannste da ma

Kampagne624356731 schrieb am 13.08.26 um 08:21
ALLES FÜR DEN WOHLSTAND - ALLES FÜR DEN TECHNO

Ich arme Sau schrieb am 13.08.26 um 08:11
Mitleid lähmt nur und nutzt der Hilfe nicht.. und hört damit auf alles zu geben, wer selber nix hat..!!

Traum vom Wohlstand schrieb am 13.08.26 um 08:04
Es ist zum heulen jeden Tag wie der Krieg im Osten als nicht beendet wird, sondern Menschen in aller Welt an den Folgen von Katastrophen, Klimaschäden und durch bittere Armut leiden.

Schule des Lebens schrieb am 13.08.26 um 07:46
Weil ein mittelgroßes Frachtschiff aufgrund der niedrigen Wasserpegel auf den Flüssen nicht fahren kann, benötigt es bis 150 LKW zu Verladung, damit die Fracht am Bestimmungsort überhaupt ankommen kann wurde gestern berichtet. Wieder was gelernt.. lieber Herr Gesangsverein.

technotized295731781 schrieb am 13.08.26 um 07:35
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Feiern mit Maß schrieb am 13.08.26 um 07:20
Bist du der/die Ausbilder/in?

Herbergsväter schrieb am 13.08.26 um 07:06
Ein Spaß weniger kann vernünftiger sein als einer zu viel. Also besser erst gar keine Ängste entwickeln, dass man etwas versäume.

Stepvisite schrieb am 13.08.26 um 07:02
Wie geht es uns beiden Hübschen denn heute?

DienstNachVorschrift schrieb am 13.08.26 um 06:59
Die Polizei, Feuerwehren und Rettungskräfte werden des Öfteren zu Unrecht als Spaßbremsen gescholten.

Bodenständigkeit schrieb am 13.08.26 um 06:56
Ich möchte mich bei diversen Parties nicht wie ein Kind oder Baby verhalten müssen. Dies rechtfertigt mein handeln.

W. schrieb am 13.08.26 um 06:47
stimmt leider ;-)

Geisteswissenschaft schrieb am 13.08.26 um 06:44
Scham sei eine negative Emotion, schreibt KI. Das sehe ich anders! Scham bewahrt hin und wieder vor zu viel Unsinn, beugt irreparablen Fehlern vor und sendet Seele und (eigenen) Geist einen impulsbetonte Information, einen Reflex, eine Botschaft oder eine Warnung.

         


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